Herzlich Willkommen
auf den Internetseiten der SLS. Die Sächsische Landesstelle gegen die Suchtgefahren (SLS) ist der Zusammenschluss der in der Suchthilfe und Suchtprävention aktiven Verbände der freien Wohlfahrtspflege in Sachsen, der Suchtselbsthilfe als auch der Gesellschaft gegen Alkohol- und Drogengefahren. Zielstellung der SLS ist die Förderung der Suchthilfe und Suchtprävention im Freistaat Sachsen. Auf den folgenden Seiten finden Sie umfassende Informationen zum Thema Sucht und Suchthilfeeinrichtungen in Sachsen.
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Presseinformationen / News
Wir werden sichtbar-bundesweite Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien
„Wir werden sichtbar“ – unter diesem Motto steht die bundesweite COA-Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien vom 22. bis 28. Februar 2026. Bundesweit sind rund 100 Veranstaltungen, Aktionen und Projekte geplant. Ziel der Aktionswoche ist es, auf die Lebenssituation von Kindern suchtkranker Eltern aufmerksam zu machen, über bestehende Unterstützungsangebote zu informieren und Prävention zu stärken. Die Schirmherrschaft für die Aktionswoche haben die Influencerin Betty Taube und der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck übernommen. Zur Aktionswoche aufgerufen hat NACOA Deutschland e.V., die Interessenvertretung für Kinder aus suchtbelasteten Familien.
Die SLS unterstützt diese Anliegen. Unterstützungen sind notwendig, da Kinder aus suchtbelasteten Familien die größte bekannte Risikogruppe für eine eigene Suchterkrankung sind, sehr häufig an weiteren psychischen Störungen leiden und sozial benachteiligt sind. In der Präventionsarbeit mit Kindern aus suchtbelasteten Familien werden Kinder in den Gesprächen und Projektaktivitäten entlastet und gestärkt, das Thema Sucht enttabuisiert und unterstützende Netzwerke geknüpft.
Alles zur Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien: www.coa-aktionswoche.de.
SLS-Veranstaltungen 2026 - jetzt anmelden!
Die SLS bietet Ihnen auch in diesem Jahr wieder verschiedene Veranstaltungen in den unterschiedlichen Suchthilfebereichen. Schauen Sie gern unter SLS e.V.: Home: aktuell, welche Veranstaltung für Sie passt und melden sich an.
Wir freuen uns auf Sie!
#Erfahrungsweitergeber- Der Weg durch die Drogensucht unserer Kinder
Jetzt neu ausleihbar: Der #Erfahrungsweitergeber ist die 1. verschriftlichte Form aus 30 Jahren Erfahrungen der Eltern-Selbsthilfe und ehemaliger Abhängiger der Arbeitsgemeinschaft der Rheinisch-Westfälischen Elternkreise drogengefährdeter und abhängiger Menschen e.V. (ARWED) in Nordrhein-Westfalen.
Im Ratgeber werden die Erfahrungen der Eltern und der Kinder in verschiedenen Phasen der Abhängigkeitsentwicklung anschaulich dargestellt und sollen zum besseren gegenseitigen Verständnis sowie zum Perspektivwechsel regen. Dies kann eine Chance zum (erneuten) Brückenbau zwischen Eltern und Kindern sein. Auf der Homepage www.erfahrungsweitergeber.de finden Ratsuchende weiterführende Informationen.
Änderung im Bereich Psychotherapie bei Abhängigkeitserkrankten
Bisher galt, dass Abhängigkeitserkrankte nur dann ambulant-psychotherapeutisch behandelt werden dürfen, wenn sie innerhalb von maximal 10 Sitzungen Abstinenz erreichen konnten. Wird diese Bedingung nicht erfüllt, muss die Behandlung beendet werden.
Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschuss G-BA vom 21.08.2025, der die Psychotherapie bei Abhängigkeitserkrankungen neu regelt im Einzelnen:
- 24 Therapiestunden sind auch ohne Abstinenz möglich.
- Ablauf:
- Kurzzeittherapie 1 (12 Stunden): Ziel bleibt Abstinenz.
- Kurzzeittherapie 2 (weitere 12 Stunden): Nur, wenn Abstinenz als realistisches Ziel gilt und vereinbart ist.
- Danach: Therapie ausschließlich bei vollständiger Abstinenz (ärztlich nachweisbar).
- Gilt für fast alle Substanzen (inkl. Cannabis, neue psychoaktive Substanzen, Medikamente etc.).
- Ausgenommen: Tabak/Nikotin, Koffein.
SLS-Suchtbericht 2024: Cannabisprobleme steigend- Suchtprävention vor dem Aus
Der aktuelle Suchtbericht 2024 der Sächsischen Landesstelle gegen die Suchtgefahren e. V. (SLS) informiert zu suchtbezogenen Problemlagen und Hilfeleistungen im Freistaat Sachsen. Hierzu werden aktuelle Daten der sächsischen Suchtberatungsstellen, Krankenhäuser und sozialtherapeutischen Einrichtungen ausgewertet.
Unterstützung für Betroffene und Angehörige wurde für insgesamt ca. 46.000 Menschen im Freistaat geleistet. Jährlich werden etwa 18.600 Fälle in der stationären Akutversorgung, 24.500 ambulante Betreuungsfälle in den Suchtberatungsstellen und etwa 1.600 suchtspezifische Hilfestellungen in den sächsischen Justizvollzugsanstalten registriert. Zudem leisten sozialtherapeutische Einrichtungen langfristige Unterstützungen in Sinne der Eingliederungshilfe für über 600 schwer suchtkranke Menschen.
Während alkoholbezogene Probleme weiterhin die häufigsten Beratungs- und Behandlungsgründe in den Krankenhäusern (72% aller Patient*innen mit Suchtproblemen) und Suchtberatungsstellen (49 % aller Beratungen) darstellen, setzt sich der zunehmende Trend von Problemen mit Cannabis weiter fort und ist mit 14 % mittlerweile der zweithäufigste Beratungsanlass in den sächsischen Suchtberatungsstellen. Probleme mit Methamphetamin (Crystal) sind weiterhin rückläufig, rangieren in Sachsen jedoch noch immer 3-fach erhöht gegenüber dem bundesweiten Niveau. Die langfristige (stationäre) Versorgung von pflegebedürftigen und jungen Abhängigkeitserkrankten stellt eine große Herausforderung für das sächsische Suchthilfesystem dar.
Zunehmend mehr Eltern und Angehörige suchen Unterstützung im Umgang mit dem Cannabis- und Medienkonsum ihrer Kinder in den Suchtberatungsstellen als auch über die bundesweite Plattform der digitalen Suchtberatung DigiSucht. Dramatisch werden sich insbesondere in diesem Bereich die geplanten Kürzungen der Suchtprävention im sächsischen Doppelhaushalt 2025/2026 auswirken. Vielfältige Unterstützung wie die durch die Fach- und Koordinierungsstelle Suchtprävention angebotene flächendeckende Organisation von Methodenschulungen zur Cannabisprävention („Der Grüne Koffer“) als auch zur Förderung von Medienkompetenz sollen ersatzlos gestrichen werden. Die strukturell notwendigen regionalen Präventionsfachstellen sind bereits weggefallen. Dies widerspricht der Willensbekundung im Koalitionsvertrag: „Den wichtigen Baustein der Suchthilfe wollen wir gerade vor diesem Hintergrund stärken, die Prävention ausbauen und uns auch deutlicher an Familien orientieren.“
Suchthilfe wirkt! Daten zu den Betreuungsergebnissen bescheinigen eine wirksame Beratungs- und Betreuungsarbeit der qualifizierten Fachkräfte in der sächsischen Suchthilfe. So wird bei ca. 54 % der Ratsuchenden eine Verbesserung der Suchtproblematik erzielt, bei über 40 % verhindert die Beratung weitere Verschlechterung und wirkt stabilisierend. Suchthilfe ist gesamtgesellschaftlich hoch effizient, dennoch sollen 2025 die Landesmittel für Suchtberatungsstellen um 25 % reduziert werden. Zudem stehen zum Teil weitere kommunale Kürzungen für Suchtberatungsstellen im Raum.
Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen insbesondere im Medienbereich als auch bestehende Krisen verlangen eher nach einer Verstärkung von Unterstützungsleistungen im Umgang mit problematischem Substanzgebrauch bzw. suchtbezogenen Verhaltensweisen. Ein Abbau dieser wichtigen Hilfen - insbesondere zur Stärkung von Jugendlichen im Präventionsbereich- würde negative Auswirkungen auch auf unsere dringend benötigten Arbeitskräfte von morgen haben.
DigiSucht- Plattform zur digitalen Suchtberatung
Mit dem Aufbau einer bundesweiten Beratungsplattform www.suchtberatung.digital werden Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Suchtproblemen in den Suchtberatungsstellen digital ergänzt. Nach einer Erprobung in der Modellphase mit 3 Suchtberatungsstellen ist die Plattform 2024 flächendeckend in den Regelbetrieb übergegangen. Aktuell beteiligen sich 18 Suchtberatungsstellen mit insgesamt 32 BeraterInnen in Sachsen an DigiSucht.
LINK zur digitalen Beratung: www.suchtberatung.digital
LINK zum bundesweiten Projektträger: www.digisucht.delphi.de
GLÜCK SUCHT DICH- neues Angebot zur mobilen Suchtprävention in Sachsen
Mit einem Grußwort der sächsischen Gesundheitsministerin, Barabara Klepsch, wurde am 12.12.2019 ein neues Angebot zur Unterstützung der Suchtprävention in den sächsischen Regionen auf dem Schulcampus Dresden-Tolkewitz eingeweiht. GLÜCK SUCHT DICH ist eine interaktive Ausstellung innerhalb eines Doppeldeckerbusses, die mit insgesamt 8 Stationen zur Auseinandersetzung mit den Themen Glück und Sucht anregen soll. Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche der Klassenstufen fünf bis zwölf, aber auch die breite Öffentlichkeit zur Sensibilisierung vor den Gefahren im Zusammenhang mit legalen und illegalen Drogen als auch zu verhaltensbezogenen Suchtproblemen, wie Medienabhängigkeit. Die fachliche Betreuung erfolgt durch die "Fach- und Koordinierungsstelle Suchtprävention Sachsen" in gemeinsamer Trägerschaft von SLFG e.V. und SLS e.V.
Weitere Infomationen zum Projekt unter:
www.gluecksuchtdich.de
SLS Infos
Sucht2024.pdf
SLS-Suchtbericht
SLS2024.pdf
SLS-Jahresbericht
Bibliothek
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NEU: Digitale Suchtberatung
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