Alkohol
Alkoholbezogene Störungen zählen zu den häufigsten Suchtproblemen in unserer Gesellschaft, die jährlich ca. 100 Mio. € Kosten allein für Krankenhausbehandlung und Folgeerkrankungen in Sachsen verursachen.
Der 2024 veröffentlichte 4. Sächsische Drogen- und Suchtbericht zeigt, dass in den letzten zwölf Monaten 420.000 Menschen der 15- bis 64-Jährigen in Sachsen einen problematischen Alkoholkonsum aufweisen. Dies sind ca. 10 % der Gesamtbevölkerung des Freistaates. Im Zeitraum von 2017 bis 2021 wurden im Rahmen der Studie Befragungen zum Konsumverhalten durchgeführt sowie Suchtstatistiken und polizeiliche Kriminalstatistiken ausgewertet. Die vorliegenden Daten zeigen, dass es in Sachsen umfangreiche suchtbezogene Problemlagen gibt. Am deutlichsten ist dies bei Alkohol sichtbar.
Konsumhäufigkeiten von Alkohol im Freistaat Sachsen (4. Sächsischer Drogen- und Suchtbericht 2024)
Die frühere Empfehlung von Alkohol-Grenzwerten hat den Eindruck erweckt, dass ein bestimmtes Maß an Alkoholkonsum ohne gesundheitliche Folgen bleibt. Tatsächlich zeigt die Forschung jedoch: Das Risiko für Krankheiten und vorzeitigen Tod steigt mit der konsumierten Alkoholmenge. Zudem ist die Wirkung von Alkohol individuell sehr unterschiedlich – sie hängt unter anderem von Alter, Geschlecht, Genetik und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Ein einheitlicher Grenzwert ist daher nicht auf alle übertragbar. Deshalb gilt grundsätzlich: Am besten für die eigene Gesundheit ist es, keinen Alkohol zu trinken!
Überprüfen Sie Ihren eigenen Alkoholkonsum mit einem Selbsttest unter
www.kenn-dein-limit.de
(Alkoholselbsttest der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)
Aktuelles
Neue Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS):
- Ergebnisse der Wissenschaft zeigen zunehmend, dass es keinen potenziell gesundheitsförderlichen und keinen sicheren Alkoholkonsum gibt.
- Auch geringe Trinkmengen können zur Verursachung von körperlichen Krankheiten beitragen.
- Zur Verbesserung der physischen Gesundheit sollte der Alkoholkonsum reduziert werden, unabhängig davon wie hoch die Trinkmenge ist.
- Für die körperliche Gesundheit ist es am besten keinen Alkohol zu trinken.
Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol (DHS, 2025)
Erkenntnisse der WHO zum Alkoholkonsum (WHO, 2023)
Links
Onlineberatung für Schwangere für die Unterstützung beim Verzicht auf Alkohol und Nikotin in der Schwangerschaft: IRIS-Online-Beratung des BIÖG unter
www.iris-plattform.de
Suchtmedizinische Reihe der DHS
Alkohol
Tabak
Medikamente
illegale Drogen
Ess-Störungen
pathologisches Glücksspielen
Online Datenbank
der sächsischen Suchtkrankenhilfe
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Vielen Dank!