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Tabak

Sächsische Landesstelle
gegen die Suchtgefahren e. V.

SLS21

... im Interesse von Suchtkranken und Suchtgefährdeten im Freistaat Sachsen !

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Tabak

Trotz bekannter Gesundheitsgefahren ist das Rauchen in Deutschland weit verbreitet.
Den aktuellsten Repräsentativbefragungen zum Tabakkonsum in Deutschland zufolge rauchten im Jahr 2006 rund 30 Prozent der deutschen Bevölkerung im Alter von über 18 Jahren, etwa zwei Drittel der Raucher/innen greift täglich zur Zigarette. Zwar rauchen nach wie vor deutlich mehr Männer (35%) als Frauen (27%) in der deutschen Erwachsenenbevölkerung, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben sich die Raucherquoten zwischen den Geschlechtern – bedingt durch einen Zuwachs weiblicher Raucher – jedoch weitgehend angeglichen. Nach wie vor nehmen deutsche Kinder und Jugendliche im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz beim Zigarettenrauchen ein, allerdings deutet sich mittlerweile ein erfreulicher Abwärtstrend an. Der letzten Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge rauchten im Jahr 2008 15% der männlichen und 16% der weiblichen Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren (siehe Grafik). Das Durchschnittsalter, in dem Mädchen und Jungen ihre erste Zigarette rauchen liegt innerhalb des 13. Lebensjahrs.

Das individuelle Rauchverhalten wird von zahlreichen sozialen Faktoren beeinflusst. Hohe Raucheranteile weisen vor allem Bevölkerungsgruppen mit geringerer Bildung, geringem Einkommen und niedrigem beruflichem Status sowie Arbeitslose auf. In Bevölkerungsgruppen, die mehrere dieser Risikomerkmale auf sich vereinigen, ist die Raucherquote im Vergleich zu sozio- ökonomisch besser gestellten Bevölkerungsgruppen um das Vier- bis Sechsfache höher.

Ein Rauchstopp bringt sofortige und entscheidende gesundheitliche Vorteile für Raucher aller Altersgruppen. Raucher, die vor dem 50ten Lebensjahr mit dem Rauchen aufhören, haben ein nur halb so grosses Risiko, innerhalb der nächsten 15 Jahre zu sterben wie diejenigen, die weiterrauchen.

Tabakentwöhnung kann auf viele Arten angegangen werden; sowohl in der Stärkung der Ausstiegsmotivation von Rauchern über aufklärende Maßnahmen und Schaffung von rauchfreien Umgebungen, Verringerung der auslösenden Stimuli über den Abbau von Tabakwerbung und die Schaffung von rauchfreien Umgebungen als auch steuergesetzliche Massnahmen (Reduktion der Tabakverfügbarkeit) und über eine erfolgreiche Behandlung der Tabakabhängigkeit mit wirksamen Methoden.

Wissenschaftliche Untersuchungen konnten belegen, dass die Erfolgschancen für die Raucherentwöhnung durch zusätzliche Unterstützung z. B. in Form von Verhaltenstherapie, Raucherberatung, Nikotinpflaster auf bis zu 40 % steigen. Die Tabakabhängigkeit ist somit unter Nutzung von wirksamen Unterstützungen eine gut zu behandelnde Abhängigkeitserkrankung.

Unter www.slsev.de/nichtrauchen-in-Sachsen.pdf erhalten Sie eine Übersicht über Angebote der Raucherberatung / Raucherentwöhnung speziell in Sachsen. Diese Übersicht ist keineswegs vollständig. Falls Sie kein Angebot in Ihrer Region finden, empfehlen wir den Kontakt zu Ihrem zuständigen Gesundheitsamt, der Suchtberatungsstelle oder einfach zu Ihrem Hausarzt. Im Internet finden Sie weitere Angebote, z. B. in Deutschland grösster Datenbank der Anbieter für Raucherberatung und Tabakentwöhnung www.anbieter-raucherberatung.de

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