Besserer Gesundheitsschutz durch Rauchverbote auf Spielplätzen (2013)

(c) scusi - Fotolia.com

In einer Publikation des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (dkfz) werden Argumente für ein Rauchverbot auf Spielplätzen zusammenfassend dargestellt (Link). So führt das Verschlucken von Zigarettenresten zu schwerwiegenden Vergiftungs- erscheinungen. Auch wird die Vorbildrolle der Erwachsenen angesprochen und eine Befürwortung dieser Verbote von 85 % der deutschen Bevölkerung thematisiert. Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) führte mit Unterstützung des Sächsischen Städte- und Gemeindetages eine Umfrage zu Regelungen des Rauchverbotes auf kommunalen Spielplätze durch. Ergebnisse und Rückmeldungen wurden innerhalb eines Infoblattes veröffentlicht (Link).

 

Tabak

Trotz bekannter Gesundheitsgefahren ist das Rauchen in Deutschland weit verbreitet. 
Den aktuellsten Repräsentativbefragungen zum Tabakkonsum in Deutschland zufolge rauchten im Jahr 2009 rund 30 Prozent der deutschen Bevölkerung im Alter von über 18 Jahren, etwa zwei Drittel der Raucher/innen greift täglich zur Zigarette. Zwar rauchen nach wie vor deutlich mehr Männer (34%) als Frauen (26%) in der deutschen Erwachsenenbevölkerung, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben sich die Raucherquoten zwischen den Geschlechtern weitgehend angeglichen. 

Erfreulicherweise zeichnet sich seit einigen Jahren ein Abwärtstrend hinsichtlich der Raucheranteile ab. Der letzten Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge rauchten im Jahr 2012 etwa 12% der Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren (siehe Grafik). Innerhalb von 10 Jahren hat sich der Raucheranteil als Resultat verschiedener Maßnahmen der Suchtprävention mehr als halbiert (BZgA Studie 2012.pdf).

Nichtrauchen lohnt sich, denn ein Rauchstopp bringt sofortige und entscheidende gesundheitliche Vorteile für Raucher aller Altersgruppen. Raucher, die vor dem 50. Lebensjahr mit dem Rauchen aufhören, haben ein nur halb so großes Risiko, innerhalb der nächsten 15 Jahre zu sterben, wie diejenigen, die weiter rauchen. 

Der Tabakverzicht kann auf viele Arten angegangen werden; sowohl durch die Stärkung der Ausstiegsmotivation von Rauchern über aufklärende Maßnahmen, durch Schaffung von rauchfreien Umgebungen, durch Verringerung der auslösenden Stimuli über eine Einschränkung von Tabakwerbung als auch durch steuergesetzliche Maßnahmen. Auch stehen für eine erfolgreiche Behandlung der Tabakabhängigkeit wirksame Methoden zur Verfügung. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten belegen, dass die Erfolgschancen für die Raucherentwöhnung durch zusätzliche Unterstützung, z. B. in Form von Verhaltenstherapie, Raucherberatung, Nikotinpflaster, auf bis zu 40 % steigen. 

Angebote der Raucherberatung / Raucherentwöhnung speziell in Sachsen finden Sie hier (Link). Diese Übersicht ist keineswegs vollständig. Falls Sie kein Angebot in Ihrer Region finden, empfehlen wir den Kontakt zu Ihrem zuständigen Gesundheitsamt, der Suchtberatungsstelle oder einfach zu Ihrem Hausarzt. 

Im Internet finden Sie weitere Angebote, vor allem in Deutschlands größter Datenbank der Anbieter für Raucherberatung und Tabakentwöhnung unter www.anbieter-raucherberatung.de

Umfangreiche Informationen in DHS (2013) suchtmedizinische Reihe zur Tabakabhängigkeit

 

nützliche Infos

nichtrauchen-in-sachsen.pdf

Angebote zur Tabakentwöhnung in Sachsen

Tabakkonsum_Jugendlicher_2012.pdf

Tabakkonsum Jugendlicher 2012

ShishaInfo2012.pdf

Vorsicht Shisha / Wasserpfeife

Downloads

Sucht-Infos (Suchtmedizinische Reihe der DHS, 2013)

Alkohol
Tabak
Medikamente
illegale Drogen
Ess-Störungen
pathologisches Glücksspielen

Online Datenbank

der sächsischen Suchtkrankenhilfe
Hier finden Sie sächsische
- Selbsthilfegruppen
- Suchtberatungsstellen
- Suchtfachkliniken
- Wohnangebote
- Wohnstätten für CMA

Start

Newsletter Anmeldung

DANKE

Die SLS-Geschäftsstelle wird gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz sowie durch die Deutsche Renten- versicherung Mitteldeutschland.